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RUNNER'S WORLD Lauftrainer

Riesiger Spaß, Struktur und Erfolg

Roland Bayerl: Mit wundervoller Betreuung zur Bestzeit

Die Betreuung durch Coach Sonja von Opel findet Roland Bayerl "wundervoll"; seine Marathonbestzeit steht inzwischen bei 3:15 Stunden.

Roland Bayerl lässt sich über meinLauftrainer.de coachen +
Foto: privat

Topfit dank Top-Coaching: Roland Bayerl läuft von Bestzeit zu Bestzeit.

Als ehemaliger Handballer hatte ich mit diversen Verletzungen zu kämpfen. Nach der dritten Kreuzbandverletzung entschied ich mich, diese nicht operieren zu lassen und das Handball spielen an den Nagel zu hängen. Das NICHT-MEHR-SPORT-TREIBEN wurde durch den Genuss von Süßigkeiten und dem einen oder anderen Leckerchen sowie reichlich Zigaretten ersetzt. So erzielte ich mein Spitzengewicht von knapp 115 kg bei nur 180 cm Körpergröße.

Irgendwann kam dann tatsächlich der Verstand zurück und ich war bereit meine Gewohnheiten komplett zu verändern. Der erste Schritt war die Kreuzband-OP. Was für ein tolles Gefühl, das Knie wieder normal belasten zu können. Das Thema Handball hatte ich mir mittlerweile selbst verboten und daran halte ich mich noch immer. Als das Knie durch eine hervorragende Physiotherapie wieder stabil und kraftvoll war, kam der nächste Schritt. Ein Riesen-Schritt oder auch als Quantensprung zu bezeichnen. Es musste etwas passieren. Also wurde neben der Lebenseinstellung zum Essen auch die Bewegung angekurbelt.

Erst wollte ich nur Laufen um Gewicht zu verlieren. Doch nach einigen wenigen Monaten war ich schon in der Lage 20 km am Stück zu laufen. Das Gewicht purzelte nur so von mir ab und das Laufen fiel mir immer leichter. Dann folgte auf Anregung eines Kollegen die erste Anmeldung zu einem 5-km-Firmenlauf. Hauptsache nicht Letzter war meine große Hoffnung. War ich am Ende auch nicht, puh, das gab Ego und Auftrieb. Relativ schnell kam dann der Entschluss mal einen Halbmarathon zu laufen. Der erste sollte unbedingt der in Berlin werden und ich wollte gerne um die zwei Stunden laufen. Im Ziel stand dann eine 1:55 Stunden. Beim Urkundendruck schaute ich begeistert auf die Zeiten der Mitläufer und war so fasziniert, dass ich mir fest vorgenommen den Halbmarathon mal unter 1:45 Stunden zu laufen.

Der nächste Schritt kam dann zwangsläufig mit der Anmeldung zu einem Marathon, denn das Lauffieber hatte mich jetzt endgültig erwischt. Ich war – nach meiner Meinung – schon so gut, dass ich auch das bewältigen kann. Münster sollte es werden. Direkt vor der Haustür. Was war ich aufgeregt und es war so nass und so kalt. Ab Kilometer 34 kam der Mann mit dem Hammer. Wir sind bis heute keine Freunde geworden, aber er ist der Meinung, dass er mich doch regelmäßig besuchen möchte. Ich finishte den ersten und das war mir als einziges wirklich wichtig. 4:14 Stunden war meine Zeit.

Ich konnte eine Woche keinen richtigen Schritt mehr machen, denn das was ich da als Vorbereitung gemacht habe war eher ein Experiment. Trotzdem war ich total vom Marathon angefixt und wusste schon bei der Überquerung der Ziellinie, das mache ich wieder. Nur einen pro Jahr, wir wollen nicht übertreiben. Also gut, was muss ich wie trainieren. Planlos und ziellos lief ich einfach aus Spaß an der Freud durch das Münsterland und es wurde trotzdem besser. Erstaunlich aber wahr.

Zur Vorbereitung auf den nächsten Marathon hatte mir ein Freund das Buch von Herbert Steffny empfohlen. Gelesen und den Trainingsplan von 3:30 mit dem von 3:45 gemischt. Also auf nach Berlin – bei strömenden Regen lief ich 3:36. Was für eine Fabelzeit. Danach wurde ich etwas trainingsfauler und dachte, die Entwicklung wird immer so weiter gehen. Erste Schreckensmomente erlebte ich bei dem einen oder anderen Volkslauf. Keine Verbesserungen, nur noch leichte Verschlechterungen.

Der Mut und auch der Ehrgeiz wollten sich aus dem Staub machen. Also musste ich wieder etwas ändern. Mit einem Bekannten machte ich mich auf den Weg zur Spiroergometrie. Tolle Erkenntnisse und einen Trainingsplan gab es auch. Da war Struktur und die ist für mich mal so richtig wichtig. Nur der Plan war gar nichts für mich. Meine Leistung viel immer tiefer und der Marathon ging mal so richtig daneben. Ergebnis im Ziel: 4:36 Studen und das mit so vielen Gehpausen, dass ich hätte besser aufhören sollen.

DNF* ist aber keine Alternative. Der Frust war tief und ich ging mit meiner Frau in eine kleine Familienberatung. Immer wieder las ich von den individuellen Plänen von RUNNER’S WORLD. Was sollte schon schief gehen. Wenn auch der Plan nicht funktioniert, dann laufe ich halt nur noch zum Spaß. So tief saß die Enttäuschung schon. Also angemeldet für einen 12-Wochen-Plan auf meinLauftrainer.de.

Wenige Stunden später meldete sich eine Sonja bei mir und stellte sich als meine Coachin vor. Sie stellte mir ein paar Fragen über mich und mein Laufverhalten, meine Ziele und den Ort des nächsten Startes. Zwei Tage später hatte ich einen auf mich zugeschnittenen Plan, der bei erster Betrachtung schon nach System aussah. Ich war und bin begeistert. Ständig bekomme ich auf meine Fragen – und da hab ich viele von – fachliche und motivierende Antworten. Ziel war es zunächst der 3:30 wieder auf den Pelz zu rücken, und das geht nirgends besser als in Berlin.

So lief ich nach einer fabelhaften Vorbereitungszeit, bei der auf den Unterdistanzen die Bestzeiten nur so explodierten, Berlin wieder in 3:36. Ab Kilometer 38 nahm ich Tempo raus und genoss nur noch die Atmosphäre. Da waren mir die 2 Minuten, die ich verlor vollkommen egal. Es machte wieder Spaß und der Typ mit dem Hammer hatte sich einen anderen gesucht. Der Ärmste.

Das ist jetzt gut 1,5 Jahre her und seit dem bin ich unter wundervoller Betreuung von Sonja von Opel bereits den vierten Marathon gelaufen. Meine persönliche Bestzeit liegt mittlerweile bei 3:15, aufgestellt in Hamburg im Mai 2014. Ich werde noch hoffentlich lange mit ihr und dem Team von RUNNER’S WORLD zusammen arbeiten. Es macht riesigen Spaß, bringt Struktur und mir meinen erwünschten Erfolg. Am 14.09.14 geht es nach Köln und darauf freue ich mich schon jetzt.

Roland Bayerl

* DNF = did not finish
Foto: Andrew Rich / iStockphoto
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